Verfluchtes Familienleben … !

Im Leben einer berliner Familie hat sich Einiges ungewollt auseinander entwickelt. Emma ist die gestresste Mutter und Inhaberin eines defizitären Kinderbuchladens. Ihre pubertierende Tochter Fee kämpft naturgemäß mit ihren Hormonen, der Sinnlosigkeit von Schule und Familie – und ärgert ihren jüngeren Bruder. Dieser wiederum ist ein übergewichtiges und hochbegabtes Sensibelchen mit der starken Neigung, sich der reichlichen Alltagsprobleme durch Reise in die Fantasy-Welt zu entziehen, – und seine Schwester zu ärgern. Der hilflose Vater, ein leitender Bankangestellter, sichert rund um die Uhr arbeitend die Existenz eines nicht existierenden Familien- und Ehelebens. Herausgefordert durch den unerwarteten Besuch ihrer international erfolgreichen Schulfreundin, macht Emma den verzweifelten Versuch, ihren Buchladen durch Präsentation der Familie bei einem Empfang einer berühmten Autorin zu retten. Aufgrund eines Mißverständnisses erscheinen die vier als einzige in Kostümen aus klassischen Horrorfilmen, was sich nur als der erste einer Serie von Fauxpas entpuppt, welche die Unterhaltung mit der Autorin durchzieht. Der Abend endet unausweichlich in einer Katastrophe und einem frustrierten Gefühlsausbruch der Mutter auf offener Straße. Eine zufällig anwesende Bettlerin hält der Familie vor, all das Glück, welches sie eigentlich habe, nicht wert zu schätzen. Sie selbst habe schließlich nur noch drei Tage zu leben. Sie gibt sich als Hexe zu erkennen indem sie die vier verflucht, in Wirklichkeit zu den dargestellten Horrorfiguren zu werden. Dass dies für den weiteren Verlauf einen kaum überblickbaren Fundus für komische Ver- und Entwicklungen bietet, ist nicht zu übersehen.

Der bremer Schriftsteller und Drehbuchautor David Safier legt mit „Happy Family“ sein viertes Buch vor. In wechselder Ich-Perspektive beschreibt er leichtfüssig und mit köstlicher Situationskomik das Erleben der Familie aus der Sicht der auftretenden Charaktere. Viele Leser werden die ebenfalls aus seiner Feder stammende Comedy-Serie „Meine Familie und Ich“ kennen, zu welcher deutliche Ähnlichkeiten bestehen. Ebenso treffsicher wie einfühlsam werden die unvermeidlichen Katastrophen entwickelt. Die Idee, eine moderne berliner Familie in eine Art „Addams family“ oder „The Munsters“ verwandeln zu lassen, verspricht ein Garant für ein amüsantes Lesevergnügen zu sein – belastungsfähige Bauch- und Zwerchfellmuskeln vorausgesetzt. Auf diese Unterhaltung darf man sich wohl getrost freuen.

 

David Safier: Happy family

Roman

Rowohlt Verlag

ISBN-13: 9783463406183

ISBN-10: 3463406187

 

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DAS GRAUEN IM BLICK

Wie bereits in DER AUGENSAMMLER stellt Fitzek dem eigentlichen Thriller eine Warnung voran. Ein wirksames Mittel, denn der kühl betrachtende Leser nimmt die Warnung als literarisches Mittel wahr – kann sich aber kaum der Zweifel erwehren, daß die Warnung vielleicht doch begründet sein könnte. Der eher emotionale Leser wird schlagartig in die beängstigende Stimmung versetzt, welche sich in der Erzählung unterbrechungslos mit der Vorgeschichte einer durch häusliche Gewalt mit sado-masochistischem Hintergrund zerstörten Frau fortsetzt. Sexuell und seelisch ausgebeutet durch den eigenen Ehemann verfällt sie zusehends dem Alkohol und muß, als er sie wegen einer jüngeren Frau verlässt, hilflos Trennung von ihrer Tochter hinnehmen. Zwei Monate später verschwindet diese spurlos und sie bricht nach einem Suizidversuch vollends zusammen. In der psychiatrischen Klinik erholt sie sich langsam – bis ein Besucher ihr, um sie für ihr angebliches Versagen zu strafen, ein Foto ihrer Tochter zeigt. Bis ins Mark erschüttert bricht sie erneut zusammen.

Die folgenden drei Kapitel spielen boshaft mit demselben Grundmotiv des Kindmordes als grausam-absurde Bestrafung eines Elternteiles, hier des Vaters und gleichzeitig der Hauptperson Alexander Zorbach, für die angebliche Vernachlässigung des Kindes. Fast schon schmerzhaft muß der Leser den vergeblichen Rettungsversuch, das Gespräch des Vaters mit dem Täter und die schreckliche Entscheidung, sich zu töten um das Kind zu retten, nacherleben. Mit dem Knall des Schusses und der eintretenden Wahrnehmungslosigkeit wird der Leser über den Ausgang dieser Szene im Dunkeln gelassen.

Die seit ihrem dritten Lebensjahr blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev soll einen psychopathischen Augenchirurgen und Frauenmörder im Gefängnis behandeln. Der zuständige Kommissar hat sie überzeugt, diese Aufgabe zu übernehmen – neben all ihren Talenten hat die Blinde mediale Fähigkeiten entwickelt, welche bei Berührung von anderen Personen aktiv werden. So soll sie weitere Beweise für die Schuld des hochintelligenten Psychopathen finden, um eine drohende Freilassung zu verhindern. Doch dieser ist wider Erwarten bestens informiert – und ist alleine mit ihr im Behandlungsraum ….

Sebastian Fitzek schafft es, den Leser vom ersten Satz an in den Bann zu ziehen. Farbig und plastisch entwickelt er seine Szenen mit einer nervenzerreissenden Stringenz. Gut recherchiert haben die Handlungsstränge genügend Substanz, um realistisch zu wirken. Die Personen sind glaubhaft und vielschichtig gezeichnet. Fitzek wird sich wohl auch mit diesem Buch in die Spitzengruppe der Thrillerautoren positionieren können, wenn er die mit dieser Textprobe geweckten Erwartungen erfüllen kann. Man darf auf diesen Thriller gespannt sein.

Sebastian Fitzek: DER AUGENJÄGER

Psychothriller

Droemer Verlag

ISBN 978-3-426-19881-0

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Kleine weite Welt

Die Zehntklässlerin Maria wird im Mai 1990 von Johannes, ihrem zwei Jahre älteren Freund, auf den elterlichen Hof geholt. Aus dem Besuch – geplant, um die Eltern kennenzulernen – wird ein Daueraufenthalt auf dem traditionellen Bauernhof in einem kleinen Dorf an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Es ist eine kleine Welt, welche an den Grenzen des Dorfes zu enden scheint. Das bodenständige Leben der patriarchialischen Bauernfamilie mit Großmutter, Eltern, zwei Söhnen und dem Knecht wird bestimmt durch die tägliche Arbeit. Maria, ein unerfahrenes Mädchen von sechzehn Jahren, erlebt diese Abgeschiedenheit im Wechsel zwischen dem Leben mit der Bauernfamilie und den Büchern, welche sie liest. Die Schule verliert für sie ebenso die Bedeutung wie ihre eigene Mutter und ihre Großeltern. Ihren Vater hat sie wohl nie kennengelernt. So vorhersehbar diese kleine Welt zu sein scheint, sie erhält Risse und gewinnt gleichermaßen unerwartete Tiefe durch die Beschreibung der zwischenmenschlichen Vorgänge, welche bis in die Dreißigerjahre zurückreichen. Dieser Blick auf das Innenleben der Familie lässt einen Moment lang die unüberschaubare Weite dieser kleinen Welt auf dem Hof erahnen.

Daniela Krien läßt ihren Erstlingsroman durch die sechzehnjährige Maria erzählen und wählt einen Stil, der zu einem solchen Teenagermädchen passt. Dadurch wird der Leser gefordert, sich auf dieses Buch einzulassen.  Es verspricht, sich zu einem interessanten und bewegenden Roman zu entwickeln. Und das ist zweifellos ein reicher Lohn.

Daniela Krien: Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Roman

Der Graf Verlag

ISBN 978-3-86220-019-1

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BRUCKNERS SYMPHONIEN – Kathedralen der Musik

Veröffentlicht: September 24, 2011 in Musik

In den letzten Tagen habe ich mir, angeregt durch einen Beitrag über den Dirigenten Klaus Tennstedt auf Capriccio, Aufnahmen der Symphonien Anton Bruckners (* 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich; † 11. Oktober 1896 in Wien) angehört. Zunächst natürlich die Symphonie Nr. 4 in Es-Dur „Romantische“, gespielt vom London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Klaus Tennstedt, dann die Achte in c-moll unter Karl Böhm mit dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks. Mit George Szell und der Sächsischen Staatskapelle Dresden folgte die Dritte Syphonie in d-moll und schließlich noch eine der Ikonen der Bruckner-Interpretation, Günter Wand, zusammen mit den Berliner Philharmonikern – eine Aufnahme der Neunten in d-moll.

Anders als die Symphonien Beethovens, Schumanns oder Brahms‘ sind Bruckners Symphonien als Gesamtwerk auf den ersten Blick erstaunlich homogen – sie alle folgen einem Grundtenor in Orchestration, Themengestaltung, Ausdruck und formaler Konzeption. Bruckner hält sich weitgehend an die formale Struktur klassischer Symphonien, dehnt sie aus und verbindet sie mit der ihm eigenen spätromantischen Ton- und Orchestersprache, welche er vor allem aus der Wagners und der ihm nahen Kirchen- bzw. Orgelmusik entwickelte. Seine Symphonien werden so im Ergebnis zu mächtigen Orchesterwerken von erheblicher Länge. Sie galten – und gelten zum Teil noch heute – als sehr schwierig für Interpreten und Zuhörer. Erst wenn man sich näher auf sie eingelassen hat und sie öfters gehört hat, fängt man an, die Eigenheiten der Symphonien zu erkennen und zu schätzen. Und man beginnt, all die verschiedenen Interpretationsansätze zu verstehen und sich darüber zu freuen, in welch unterschiedlichem Lichte die Symphonien Bruckners erstrahlen können.

Muß, wegen der Parallelen in der Musik,  ein großer Wagner-Dirigent zwangsläufig auch für seine Bruckner-Interpretationen öffentlichen Ruhm ernten? Karl Böhm beweist das Gegenteil. Man verbindet sein Dirigat mit Mozart, Schubert, Beethoven und Wagner. Seine Auffassung – eher sachlich geht er die Partitur an, vermeidet die große Klangpathetik und betont die Bewegung in der Musik – macht ihn bezüglich der Symphonien Bruckners zum Aussenseiter unter den Dirigenten von Weltrang. Seine Achte ist trotzdem nicht trocken oder langweilig zu nennen. Böhm war Vollblutmusiker. Er wußte, wie man eine so gewaltige Symphonie wie Bruckners Achte erklingen läßt, ohne daß sie aus dem Ruder läuft. Man hört ein 76 Minuten (!) langes symphonisches Opus in vier komplexen Sätzen – und man genießt den Klang, wird von der Musik mitgezogen und am Ende begreift man diesen wunderbaren Saurier der Symphonien. Das verdient wahrlich Bewunderung!

Beethoven und Bruckner sind auf der Aufnahme mit George Szell vereint. Zunächst erscheint dies als eine seltsame Verbindung. Aber die Interpretationen George Szells nehmen den Hörer mit auf die Brücke von Beethoven zu Bruckner. Er setzt in seiner Interpretation Bruckners Dritter erstaunlich trittsicher die großen Orchesterklänge ein, um eine architektonisch zwangläufige Dramatik glasklar ihren Höhepunkten entgegenzuführen. Straff und rhytmisch konsequent erlebt man diese Symphonie, kann sogar etwas über die tänzerischen Elemente im dritten Satz schmunzeln, und findet sich im Finale atemlos dem Schluß entgegentreibend wieder. Kein Zweifel – George Szell ist einer der ganz großen Dirigenten symphonischer Dramatik!

Eine neuere Aufnahme kann gewissermaßen als Gegenpol zu George Szell und Karl Böhm aufgefaßt werden. Klaus Tennstedt dirigiert das London Philharmonic Orchestra mit Bruckners vierten Symphonie, der „Romantischen“. Er nimmt sich mehr Zeit zum Atmen und legt viel Wert auf ausdrucksvolles Spiel. Meisterhaft lässt er Klänge sich entwickeln, schafft beeindruckende Übergange der Melodieführung zwischen den Instrumentengruppen, und malt die Symphonie in vielen leuchtenden Farben zu einem mitreissenden Gesamtbild. Es ist Musik, die wie dafür geschaffen scheint, Bilder und Assoziationen vor den Augen des Hörers zu wecken. Eine phantastische Näherungsweise an diese große Musik. Sind Böhm und Szell eher Architekten der Brucknerschen Klangkathedralen, so ist Tennstedt der Glasmaler der Fenster.

Und dann war da noch Günter Wand – seine Gesamtaufnahmen erregten fast immer Aufsehen. Ob Beethoven, Schubert, Brahms oder Bruckner – nichts schien ihm zu misslingen. Nun könnte man es sich einfach machen und ihm effektbetontes Mainstreamdirigat vorwerfen – und würde so sehr am Ziel vorbeischießen wie nur irgend möglich. Günter Wand hat sich als Künstler  Zeit genommen. Er hat sich, ohne sich allzuviel Druck auszusetzen, entwickeln können. Ein Dirigent, der über Jahrzehnte (!) mit seinem Gürzenich-Orchester ein Geheimtipp unter Liebhabern blieb. Diese Ruhe und Bescheidenheit und die sich daraus ergebende Reife und Perfektion lassen seine Interpretationen herausragen. Sie begeistern, weil er es schafft, Expressivität mit Klarheit, Dramatik mit Lyrik, großen Klang mit Zurückhaltung zu vereinen. Zeitlos meisterhaft eben!

Welche Interpretation ist nun vorzuziehen, welche wird der Musik Bruckners am Besten gerecht?  Keine!  Alle! Diese Musik ist ein Kosmos für sich, und einem Kosmos nähert man sich am Besten von mehreren Standpunkten aus – nur dann ist man vielleicht in der Lage, einen Eindruck von seinen Dimensionen und seiner eigentlichen Natur zu gewinnen.


Amanda Kyle Williams: CUT

Veröffentlicht: September 18, 2011 in Bücher

Wahrnehmung eines Mörders

Mit dem Thriller CUT von Amanda Kyle Williams stellt der Wunderlich-Verlag ein Buch vor, welches alles mitbringt, um auch in dem umkämpften Sektor der spannenden Unterhaltungsliteratur Interesse zu wecken und zu bestehen zu können.

Gleich zu Beginn lässt die Autorin den Leser  in einer spannungsreichen Szene – eine ahnungslose Frau wird von ihrem Mörder beobachtet – merkwürdig im Dunkeln. Ohne eine Identität des Mörders zu liefern, ohne auch nur den Ort zu nennen, wird die Szene verlassen und der Leser spürt, daß der Täter jedermann und der Ort überall sein könnten. Die Haupthandlung, locker-lakonisch erzählt aus der Perspektive der adrenalinsüchtigen Heldin Keye Street, beginnt – immer wieder unterbrochen von Einwürfen aus der Sicht des Mörders.

Keye Street ist eine begabte Einzelgängerin asiatischer Herkunft. Sie ist zusammen mit einem farbigen Bruder als Adoptivkind weißer Eltern aufgewachsen in den Südstaaten aufgewachsen. Sehr versiert und mit einem ausgeprägten Hang extreme Situationen zu bewältigen, verfolgt sie zunächst eine viel versprechende Karriere als promovierte Kriminalpsychologin beim FBI, welche wegen ihres übermäßigen Alkoholkonsums abrupt endet. Sie nutzt ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, um sich als Privatdetektivin eine neue Existenz zu schaffen. Hierbei erlaubt ihr eine Lizenz als Kautionseintreiberin über die eintönige Routine hinaus die Verfolgung von Straftätern. Mit eigenwilligen Mitteln und ohne Risiken für Leib und Seele aus dem Wege zu gehen erfüllt sie ihre Aufträge. Als sie einen Gefangenen an die State Police von Atlanta übergibt, erzählt ihr ein befreundeter Polizist von seinem aktuellen Fall, bei welchem es um einen außergewöhnlichen Mörder geht.

Ständig hin und her gerissen zwischen dem Reiz der Mörderjagd und der Angst, wie früher die Belastung nicht ohne Alkohol durchzustehen, wird sie immer mehr in die Geschehnisse hereingezogen. Sie willigt schließlich auf Bitten ihres Freundes ein, die Polizei als inoffizielle Profilerin zu unterstützen. Doch alle Bemühungen, die Ermittlungen voranzubringen und den Täter unter Druck zu setzen, verkehren sich ins Gegenteil. Geschickt nutzt der Mörder sein bald offensichtliches Wissen um die Arbeit der Polizei und die privaten Lebensbedingungen der Ermittler, allen voran Keye Street, um seine Überlegenheit vorzuführen. Wie durch die Backen einer gewaltigen Presse erhöht sich der Druck der Ereignisse auf die Detektivin. Endlich münden die Ermittlungsbemühungen doch noch in einer Verhaftung des Hauptverdächtigen.Der Druck fällt von den Beteiligten ab. An einem Treffen ihrer Familie – die Autorin erinnert amüsant und stimmungsvoll an die anfängliche Familiengeschichte von Keye Street – nimmt auch der befreundete Polizist teil, gesteht Keye seine Gefühle für sie – und wird niedergeschossen. Und plötzlich muß Keye Street von Neuem auf Jagd gehen, Fragen neu stellen und die entscheidende neue Sicht auf die Mordserie suchen.

Mit eingängigem Schreibstil, lebendig und direkt, verschafft Amanda Kyle Williams dem Leser eine kurzweilige und spannende Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite. Immer wieder wartet sie mit Überraschungsmomenten auf und bis zum Schluß lässt sie uns über die Identität des Täters im Unklaren – obgleich dem aufmerksamen Leser ausreichend versteckte Hinweise geboten werden. Sympathien mit der ungewöhnlichen Protagonistin fallen nicht schwer. Alle auftretenden Charaktere werden durch die Autorin mit menschlichen Stärken und Schwächen gezeichnet und stimmig in Szene gesetzt. Sogar der Gegenpart der Detektivin gewinnt im Zusammenhang mit der Vorgeschichte Züge, welche bei aller grundsätzlichen Verurteilung Mitleid und Verständnis erregen können. Das Ende des Buches lässt auf eine spannende Fortsetzung der Geschichte hoffen.

Ich danke dem Wunderlich Verlag herzlich für die Übersendung des Buches und das damit zum Ausdruck gebrachte Vertrauen.

Amanda Kyle Williams: CUT

432 S., 1. Auflage

Wunderlich Verlag

ISBN 978 3 8052 5006 1

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1. Kann nicht mal einer ….naja – dann kann ich es ja eigentlich auch selbst 😉 .

2. Meinen Bauch schiebe ich schon länger vor mir her.

3. Das schönste Geschenk kann leicht als solches unerkannt bleiben.

4. Steuerrückerstattung, bitte 😀 .

5. Ich könnte, was ich müsste, wenn ich dürfte, was ich könnte .

6.  Sie ist erstaunlicher als man im ersten Moment denken möchte – die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Traumwelten der Nacht (auch, wenn ich mich morgen nicht daran erinnern sollte), morgen habe ich viel Bewegung und die kompensatorische Kalorienzufuhr geplant und Sonntag möchte ich den Morgen auf eine neue Art und Weise beginnen !

„Emperor“-Concerto…..Klavierkonzert Nr.5 in Es-Dur, opus 73, von Ludwig van Beethoven …… wenn ich dieses Konzert höre – und ich habe es schon unzählige Male gehört – freue ich mich bei jedem Takt über diesen Takt und schon auf den nächsten. Ich habe es zum erstenmal mit etwa 8 Jahren gehört und fortan immer wieder mit wechselnden Interpreten. Von Backhaus, Gieseking (warum habe ich eigentlich noch nicht Wilhelm Kempff gehört? darauf bin ich noch gespannt) und Horowitz über Gilels und Rubinstein, Barenboim und Weissenberg bis hin zu Brendel und Pollini, Gulda und Grimaud – viele sehr schöne Aufnahmen, einige davon brilliant, andere eher von beherrscht-ausgewogenem Glanz – aber die Interpretation, die mich vom ersten bis zum letzten Ton überzeugt, fesselt und begeistert habe ich erst viele Jahre später gefunden. Eine Aufnahme aus der Mitte der Vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Angestaubt? Flacher Klang? Unmodern? Aber Edwin Fischer am Klavier zusammen mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler lassen das Konzert atmen und sich mit Leben füllen. Schon in den ersten Takten arpeggiert sich das Klavier kraftvoll an die Seite des Orchesters. Leichte Rubati entstehen gleichsinnig mit dem Aufbau und Ausklang von Spannungs- und Melodiebögen und man versteht, warum das Konzept dieses Konzertes so fortschrittlich war, indem es Solist und Orchester ineinander verwebt. Man erahnt, warum der zweite Satz so kurz gehalten ist, ist doch der Gesang des Klavieres und des Orchesters von einer Schönheit, die man festhalten möchte und doch nicht länger aushielte. Und dann der Übergang zum dritten Satz. Zweimal klingt das Thema an, leise noch. Fischer hält erstaunlicherweise das Tempo annähernd aufrecht und läßt so Spannung entstehen. Und dann, nach dem Sinken des Hörnertones, läßt er voller Kraft das Thema aufschäumen, um auf dem Höhepunkt das Tempo des Satzes zuerreichen. So mitreissend habe ich diesen Übergang noch nie vorher gehört! Kraftvoll federnd, ausgelassen und mit Spannung treibt das Rondo dem Schluß entgegen. Für mich ein Glücksfall von einer Interpretation. Da kann man schon für eine Dreiviertel Stunde den Rest der Welt vergessen.

Inputs Assoziationen Outputs

Veröffentlicht: Juni 24, 2011 in Allgemein, Photos

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1. Mir schmeckt zu viel zu gut …….

2. Der Mensch sei er selbst ohne groß zu überlegen.

3. Regenwürmer sind toll

4. Besinnung auf die innere Mitte und dann eine gute Tasse Kaffee ist die beste Art den Tag zu beginnen

5. Fast hätte ich  ……., aber eben nur fast 😉 .

6. In einer besseren Welt sind wir nicht wir .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf brain-food , morgen habe ich noch Nichts wirklich geplant und Sonntag möchte ich stolz in der zweiten Reihe stehen !

Cogito ergo sum ………

Veröffentlicht: Juni 17, 2011 in Allgemein, Photos

1. Wenn man Klang und Farbe mischt, bekommt man viel mehr als Klangfarbe.

2. Zweifele ich ? –  oder sollte ich es besser lassen?

3. Meine Füße sind die Verbindung von mir zur Erde und die der Erde zu mir.

4.  Konzentration hilft mir beim Abschalten.

5. Als ich den Kings College Choir das Miserere von Allegri singen hörte,  wurde einen Moment lang meine Welt zu einer schwerelosen Sphäre des Klangs.

6. Liebe , ich möchte dir sagen,  verweile!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf … ups – schon vorbei… , morgen habe ich eigentlich nichts geplant und Sonntag möchte ich …. spontan ist, es nicht zu wissen !

Arkadien brennt

Veröffentlicht: Juni 17, 2011 in Bücher, Photos

Nun habe ich es bis zum Ende gelesen. „Arkadien brennt“ von Kai Meyer – der zweite Band der Arkadien-Reihe nach „Arkadien erwacht„. Eine Romeo und Julia Geschichte vor dem Hintergrund der Mafia-Clans Siziliens, dargestellt als Wandlerlinien. An sich ein wenig romantisierend, klar – aber die phantastischem Elemente und die Darstellung der Mafia-Welt halten das Gegengewicht, und Kai Meyer ist definitiv ein außergewöhnliches Erzähltalent. Macht einfach Spaß zu lesen (auch wenn die Hauptadressaten wohl in der Reihe der Teenager und Young adults zu erwarten sind). Ich freue mich unbedingt auf den nächsten Teil ….